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Globus-Erweiterung: CDU und SPD knicken vor den Drohungen des Globus ein
Mit der Mehrheit von CDU und SPD hat der Stadtra am 11.03.2008 beschlossen, dem Globus bei seinen Ausbauplänen freie Hand zu geben und auf die Aufstellung eines Bebauungsplans zu verzichten. Insbesondere wurde dem Globus freie Hand für das auf der Westseite der Brückenstrasse geplante Getränkecenter gegeben. Wie CDU-Fraktionschef Johannes Lauer offen einräumte, geschah dies trotz weiter bestehender inhaltlicher Bedenken gegen das Vorhaben aus Angst vor der Drohung des Globus, den Standort Lahnstein zu verlassen. Die Freie Bürgerliste Lahnstein bedauert, dass CDU und SPD die von allen Fraktionen erst in der Ratssitzung vom 18.12.2007 gemeinsam beschlossenen Anforderungen an den Globus-Bauantrag über Bord geworfen und die Stadt Lahnstein damit der Möglichkeit beraubt haben, Globus bei den weiteren Gesprächen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen. Der FBL-Fraktionsvorsitzende Paul Arzheimer wies in seinem Redebeitrag darauf hin, dass die Freie Bürgerliste sich stets für den Globus-Standort in der Brückenstrasse ausgesprochen habe. Dies bedeute auch, dem Globus die notwendigen Entwicklungschancen einzuräumen, um ihn konkurrenzfähig zu erhalten. Auf der anderen Seite könne aber nicht ignoriert werden, dass der problematische Standort des Globus in der Innenstadt zu Konflikten führt und bei einer erheblichen Erweiterung der Verkaufsflächen für die Zukunft weitere Fehlentwicklungen zu erwarten sind. Zu befürchten ist ein weiterer Rückgang des Einzelhandels in den beiden Innenstädten. Die erhebliche Mehrbelastung durch den steigenden Anfahrtsverkehr zu Globus in den Innenstädten wird zu zusätzlichen Lärmbelästigungen und zu Beeinträchtigungen der innerstädtischen Bausubstanz führen. Darüber hinaus werde das Zusammenwachsen der Stadtteile Ober- und Niederlahnstein dauerhaft verhindert. Kritik übte Paul Arzheimer vor allem daran, dass sich Globus weigert, ein Gesamtkonzept für die beabsichtigten Maßnahmen vorzulegen. Nicht nachzuvollziehen ist aus FBL-Sicht auch, dass die Stadt Lahnstein 2004, 2006 und 2007 Anfragen des Globus wegen der Errichtung eines Getränkecenters mit zunächst 750 qm und dann 2500 qm abgelehnt hat und nun ein Getränkecenter mit 3200 qm genehmigen will. Fazit der Diskussion: Erfreulich ist, dass einige kleinere Probleme im Sinne der FBL gelöst wurden. So soll auf den geplanten Kreisel im Bereich des derzeitigen Fußgängerüberweges, der zu erheblichen Stauungen des Verkehrsflusses geführt hätte, verzichtet werden. Busbuchten für die beiden Bushaltestellen sollen ebenso errichtet werden wie Lärmschutzmaßnahmen zur Bodewigstrasse hin und ein Kreisel an der Einfahrt „Auf Brühl“. Nichts getan hat sich bislang im Hinblick auf die erheblichen Störungen des Verkehrsflusses durch den Fußgängerverkehr zwischen West- und Ostseite der Brückenstrasse – der von der FBL geforderten Verlagerung des Fußgängerverkehrs auf eine andere Ebene (Unterführung oder Überführung) verweigert sich der Globus.
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